Unverhofft kommt oft…

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Wer häufig am Wasser unterwegs ist und versucht dem Waller nachzustellen kennt sicher das Problem….Köderfische! Für die erste Nacht waren wir noch gut gerüstet. Aber nach einigen schönen Fischen und weiteren Attacken ging unser Vorrat an Ködern schnell zur Neige. So mussten wir am kommenden Tag erstmal für Nachschub sorgen. Bewaffnet mit Feederrute, etwas Futter und Mais versuchten wir an einem flacheren Bereich unser Glück. Nach einem etwas zähen Beginn, konnten wir doch noch die Fische an unseren Futterplatz ziehen und ein paar gute Brassen und Karauschen für die kommende Nacht fangen. Um nicht am nächsten Tag erneut auf Köderfischjagd gehen zu müssen, wollten wir eigentlich ein paar mehr zur Sicherheit fangen. Doch es war von einer auf die andere Minute wie abgeschnitten. Sehr komisch. Normalerweise kenne ich so etwas nur, wenn sich ein Raubfisch in der Nähe des Futterplatzes eingefunden hat. Es tat sich einfach garnichts mehr und wir beschlossen das Feedern für heute abzubrechen. Ich nahm die Rute und wollte einholen, als ich plötzlich einen großen Widerstand am anderen Ende spürte. Mein Gegenüber setzte sich rasch in Bewegung und nahm pausenlos Schnur von der Rolle. Da ich sehr leichtes Gerät im Einsatz hatte, konnte ich auch nur bedingt Druck ausüben. Als ich den Fisch zum ersten Mal stoppen konnte stieg die Hoffnung, meinen Gegner doch noch zu Gesicht zu bekommen. Im nächsten Augenblick nahm der Fisch mit einer Flucht allerdings wieder so viel Schnur von der Rolle, dass ich nur noch zuschauen konnte. So ging es eine ganze Weile hin und her. Ich gewann einige Meter Schnur, und musste bei der nächsten Flucht noch mehr Schnur wieder freigeben. Nach einem etwa 20 minütigen, knackigen Fight an leichtem Gerät, gewann ich endlich die Oberhand. Ein Stör der Extraklasse kam zum Vorschein, wie ich in dieser Größe bislang noch nicht fangen konnte. Was für ein beeindruckender Beifang…

Christian Karo
Team MADCAT