Muss es immer Hardcore sein?

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Wallerangeln….das bedeutet in den meisten Fällen, sich bei Wind und Wetter die Nächte um die Ohren zu schlagen, sich mit Sand, Schlamm und nassen Klamotten rumärgern und mit ausgefallenen Taktiken gegen zahllose Mücken und anderes Ungeziefer anzukämpfen. Die Einen lieben genau dies – das Leben in der Natur…sich im Dreck wälzen und Aktionen starten, die kein normaler Mensch nachvollziehen kann, außer eben wir Wallerangler. Andere schreckt solch ein Szenario eher ab und man begnügt sich mit dem gemütlichen Fischen am Tage in der Heimat, doch oftmals ohne den ersehnten Erfolg.

Was aber wäre, wenn wir einiges an Luxus mit dem gezielten Angeln auf Wels kombinieren könnten?
Im Internet bin ich auf die Seite www. Ebro-Total-Fishing.com gestoßen, eine wunderschöne und mit viel Liebe ange-legte Anlage, mitten in der beeindruckenden Natur Spaniens. Dazu bietet die Anlage vollausgestattete Unterkünfte, sowie einen schönen und gepflegten Außenbereich mit tollem Ambiente. Einfach perfekt! Auch um die Verpflegung muss man sich nicht kümmern. Vom Frühstück am Morgen, über Lunchpakete für den Angeltag bis hin zum gemütlichen Abendessen; es ist für alles gesorgt. Und das Essen ist wirklich vom Feinsten! Was will man mehr?
Na klar, Fische fangen! Gerade einmal etwa 150 Meter von der Unterkunft entfernt, steigt man in eines der campeigenen Leihboote und macht sich auf die Suche nach der perfekten Angelstelle. Neben einem hervorragenden Bestand an Welsen und Karpfen bietet der Ebro auch optimale Bedingungen, um Zandern und Schwarzbarschen gezielt nachzustellen.

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Nach kurzer Flugzeit und einstündiger Autofahrt werden wir sehr herzlich von den Gastgebern Monique und Bennie mit einem kühlen Getränk im Camp empfangen und beziehen später ganz entspannt unsere Unterkunft. Während meine Frau im Liegestuhl die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießt, beginne ich damit, die hochwertige Leih-Ausrüstung und das Boot für den ersten Angeltag herzurichten. Beim Abendessen in gemütlicher Runde planen wir den Ablauf für den nächsten Tag und hören Bennie Muizelaar ganz gespannt zu. Denn mit seiner langjährigen Ebro-Erfahrung hat er einiges an guten Tipps und Tricks auf Lager. So neigt sich der erste Tag dem Ende zu.

Am nächsten Morgen machen wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg ans Wasser und suchen uns einen der vielen schönen Angelplätze. Meine Frau ist die ersten Tage stets mit von der Partie und springt zum Drillen immer gerne ein. Nach dem Ausbringen der Ruten kann der Urlaub erst so richtig beginnen… genauso wie das Warten auf einen Anbiss! „Einfach in der Sonne liegen und lesen oder schon neue Pläne schmieden und Taktiken durchgehen“, so in etwa dachte ich mir das. Aber die Waller meinen es gut mit uns, die Fische sind in Beißlaune und gleich am ersten Angeltag geht es richtig rund. Den ersten Wels drillt meine Frau und nach einigen heißen Fluchten kommt der spanische Gigant zum Vorschein: 209cm – was für ein Anfang! Und kaum zu glauben, aber es kommt noch besser. Obwohl dieses Gewässer komplett neu für uns ist, können wir am ersten Angeltag bereits fünf gute Waller fangen!

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Am frühen Abend werden die sieben Sachen gepackt und es geht durch eine wunderschöne Landschaft zurück zum Camp, wo uns bereits Monique und Bennie mit dem Abendessen empfangen. Gemütlich lassen wir den Abend in toller Gesellschaft ausklingen und genießen den Sonnenuntergang.
Die darauffolgenden Tage sind vom Ablauf ähnlich. Nach dem Frühstück starten wir mit dem Boot zum Angelplatz. Die von Monique liebevoll gepackten Kühltaschen sind mit Sandwiches, Obst und reichlich Getränken bestückt, sodass es uns auch am Wasser an nichts fehlt. So lässt es sich aushalten…Den Tag verbringen wir mit Angeln und Sonnen und machen uns gegen 19°° Uhr wieder auf in Richtung Camp.

Wir genießen einige sehr schöne und erfolgreiche Tage in Spanien. Innerhalb von sechs Angeltagen können wir über 20 große Waller sowie den ein oder andere schönen Karpfen fangen. Der Abschied von Monique und Bennie, welche wir nach kurzer Zeit bereits sehr ins Herz geschlossen haben, fällt uns gar nicht so leicht. So entschließen wir uns direkt im nächsten Jahr wiederzukommen und uns eine schöne Zeit zu machen… die Vorfreude darauf ist jedenfalls jetzt schon da!

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